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Korrosionsverhalten Aluminium

Für die Wahl von metallischen Beschichtungssystemen als Korrosionsschutz ist die Lage des je-weiligen Metalls in der Spannungsreihe der Elemente von Bedeutung. Die Standardpotenziale laut Spannungsreihe für das betrachtete Beschichtungssystem betragen:

Cu +0,34 V
Ni -0,23 V
Al -1,66 V

Damit ist das Beschichtungsmetall Nickel “edler” als Aluminium, und Kupfer wiederum “edler” als Nickel.

Die Verwendung von lt. Spannungsreihe “edleren” Metallen (Kupfer als Nickel) als Beschichtung eines “unedleren” Grundmaterials (Al) schützt letzteres vor einem Flächenabtrag bei der Einwirkung von aggressiven Medien (Säuren und Laugen). Der Schutz ist gewährleistet bei einer geschlossenen Beschichtung und um so höher, je “edler” der Beschichtungswerkstoff und je dicker der Auftrag ist.

Wenn die Beschichtung verletzt wird oder ist (Steinschlag, Kontaktstellen, Partien im Stromschat-tenbereich) oder Poren aufweist, setzen bei der Korrosion des Systems andere Mechanismen ein. In diesem Fall, wenn durch die Verletzung das Grundmaterial zusammen mit den Zwischen- und Deckschichten einem Angriff des die Korrosion verursachenden Elektrolyten ausgesetzt ist, wirken die Mechanismen der Kontaktkorrosion.

Bei einer Kontaktkorrosion ist unter sonst gleichen Bedingungen die Stärke des Korrosionsangrif-fes auf das “unedlere” Metall um so höher, je höher die Differenz der jeweiligen Standardpotenziale ist.

Wie aus den oben aufgeführten Werten ersichtlich, beträgt die Differenz der Potenziale Ni / Al 1,43 V, die bei Cu / Al 2,0 V. Damit wird klar, dass im Fall von Kontaktkorrosion das Beschich-tungssystem Ni / Al günstiger abschneidet, als das System Ni / Cu / Al.

Literatur: Chemie für die Galvanotechnik, S.159, Leuze-Verlag 1998
Aluminium-Taschenbuch, 13. Auflage, S.109, Aluminium-Verlag 1974